Wer ich bin


„Du-uu, du chasch doch so guet schriebe, chasch mer nöd gschwind…?“
„Du-uu, wie seit mer jetzt das genau, du weisch das doch amigs…?“
„Du-uu, wenn is fertig han, chasch dänn no drüberluege, will mis Dütsch…“

Sätze, die ich in meinem Leben schon sehr oft gehört habe. Ein Geburtstagskärtchen muss geschrieben werden? Gib’s der Miriam. Die Seminararbeit braucht dringend Korrekturen? Gib’s der Miriam. Wer hält jetzt diesen Vortrag? Die Miriam. Ich merkte schon früh: Ich hab da offensichtlich ein Talent, von dem andere profitieren können. Und das ich sehr gerne zur Verfügung stelle, weil mir alles, was mit Sprache und Text zu tun hat, wahnsinnig Spass macht – vielen anderen hingegen nicht.

Und eigentlich habe ich auch gar keine andere Wahl, denn es wäre aus mir auch wirklich keine gute Leistungssportlerin, Handarbeitslehrerin oder Astrophysikerin geworden: Mit 15 Monaten konnte ich nämlich immer noch nicht laufen, dafür aber grammatikalisch korrekt nach dem Schoppen verlangen. Im Kindergarten las ich mir die Gutenacht-Geschichten schon selber vor, aber mit dem Schuhe Binden haperte es noch. Und in der Schule schrieb ich dann Aufsätze, die so lang waren wie ein Roman von Proust - während einer Matheprüfung bekam ich hingegen mal Durchfall.

Genau, Sie ahnen es schon: Nach der Matura studierte ich also nicht Physik, sondern Germanistik, Publizistik und Geschichte und wurde Journalistin, da kann man schliesslich den ganzen Tag lesen und schreiben. Beim Radio ausserdem auch noch reden – perfekt! Dort blieb ich, bis heute. Dank eines CAS in Marketingkommunikation kann ich unterdessen nicht nur irgendwas mit Medien, sondern auch gut Werbung. Ausserdem liebe ich die Bühne - nicht nur die des Lebens, auch die im Theater: Ich bin ausgebildete Schauspielerin. Und damit es mir auch wirklich nicht noch ganz langweilig wird, betreibe ich ausserdem einen Blog: www.fraubitterboes.blogspot.ch und bin lustig in einem Comedy-Projekt auf Youtube: PAARanormal. Oder gehe auf Reisen, unter anderem, um auch mal Fremdsprachen zu gebrauchen…

Ah ja, und die Stilikone heisst mit bürgerlichem Namen übrigens Miriam Knecht und wohnt in Zürich.

„Du-uu, chönntsch mer echt nöd…?“ – klar, kann ich, gerne!